Holte, 16. November 1918
Mein lieber Junge! Gestern kam mein Brief an dich zurück, da nach dem Osten keine Post mehr befördert wird. Das war mir betrüblich, und so möchte ich versuchen, ob wenigstens von dir Nachricht eingeht. Es wird ja eine heillose Verwüstung geben. In der Zeitung berichtete gestern man davon, dass Züge waren belagert und Soldaten oben drauf sãßen. Hätte man das je gedacht, dass unser Vaterland solch einen Niedergang erleben würde! Nie und nimmer, und man muss sich an diesen Zustand erst sehr oft gewöhnen. Oft hat man das Gefühl, dass die ganzen Ereignisse nur ein Theater waren! Hier ist ja bisher alles ruhig gewesen. Am Donnerstag also habe ich mir Dagmar wiedergeholt, ich hatte keine Ruhe. Ich dachte, wenn ich das Kind der Wohnung nicht sähe, das hätte ich nicht ausgehalten. Sie ist mit Frau Strickmann zurückgefahren und die Reise ist noch ganz gut gewesen. Jetzt pflege ich sie wieder hier und bin so froh, dass ich das wieder habe. Die nächste Woche wollen wir auch mit den Stunden noch aussetzen, man weiß ja auch gar nicht, wie es mit den Dingen wird, ob Frau Strickmann kommen kann. Brandes bleiben fürs Erste hier, wo sollten sie auch hin? Heute ist Onnys Geburtstag, wo sie die Mürrigkeit reicht hat. Ein Telegramm taufte sogar, welches von Lüneburg 3 Tage unterwegs war: "Habe mit den Kindern hier unterkommen können". Ich habe gesagt, glaube ja kaum, dass sie jetzt noch zurückkommen. In alledem setzt jetzt auch Kälte so ein und wird die Kohlennot auch spürbar werden, na überhaupt, man geht einer schweren Zeit entgegen. Wie wird es wohl in der Heimat zugegangen, gerüchteweise hören wir, hoffentlich tut sie dir nichts. Valentin ist munter nach Hause gekommen. Sie wurden nur zur Beobachtung an der Grenze gehalten, seine Sachen alle mitgekommen. Ich freue mich den Abdruck des Siegelringes zu sehen, dass du ihn noch hast. Wer mag es dir wohl geben? Onkel Baptist ist munter zu Hause, er hat sich wohl sehr geärgert, dass er als Beigeordneter abgesetzt ist. Den Retterig ihr wohl nicht mehr viel sehen. Brücken sind auch hinter ihnen abgetrocknet ist. Die arme Großmutter tut mir leid. Bursche von Onkel Willy ist übermütig, der vom Soldatenrat schlägt. Auch in der Fabrik ist das Gleiche geschehen. Dieses in der Hoffnung, dass du gesund einkehrst. Herzlichst Dein Mutter. Nummern bis 41 sind da.

Orginal von 1918
Holte, 20. November 1918
Holte, 20. 11. 18. Mein lieber Junge! Jetzt hatten wir uns letzte Woche zu bescheiden, falls wir gegenseitig keine Nachricht voneinander erhalten. Wenn diese Reste entstanden, dann bietet sich hoffentlich glückliches Weitersehen. Wie viele Fragen drängen sich täglich auf und wie ist man in der Unruhe, wie alles noch geklärt mag, wie wird es mit Euren Verhältnissen sein. Mir ist oft als wären die ganzen Ereignisse nur ein Theater. Für die Truppen ist es nicht erfreulich. Valentin telegraphierte heute früh, was schon abgereist war, aber zurückkam. Da war die Zeitung. Liest man das heulende Elend, es schneidet den Menschen in das Herz, dass all die Mores und Zeuge, Schiffe abgegeben werden müssen. Ich würde sie nach England führen, keine solche Demütigung! Soureis kam & heute schreiben wir schon den 23. 11., wo ich Fortsetzung mache. Ich hoffe genauer, dass die Sperre mal bald aufgehoben wird, da werde ich aber wohl vorbeihoffen. Ein Gesicht nach dem anderen taucht hier auf, Hausmeier ist zurück, Fräulein Guske begegnete uns gestern, wie wir gerade sie besuchen wollten. Er ist froh aus Polen heraus zu sein, da es hier lieblich ausschaut. Polen schikanieren die Unsrigen, um Munition zu haben und dann gegen uns vorzugehen. Es sind himmelschreiende Zustände. Herr Sander kehrte auch zurück, aber nur, weil er ins Lazarett sollte, sonst wäre er nicht zulässig fort. Die hatten noch nichts von den Zuständen gewusst, die hier herrschen, dass der Kaiser und der Kronprinz abgedankt. Ausbrechen in den verschiedensten Richtungen aufeinander, man meint, dass wir den Feind auch noch ins Land bekommen und dass sich dann die Meute aufstand macht. So kann es unmöglich weitergehen. Wenn ich die Zeitung lese, bin ich immer krank. Ther wollte herkommen trotz Sorge zu seinem Vater und ist jetzt in Remagen. Er ist schon. Tante Fränzi erhielt eben Nachricht, sie schrieb von ihrem Mann, dass er bald hoffte zu kommen, einstweilen blieben noch preußische Truppen, die Bolschewiki fort. Hier ist alles in Ordnung, man merkt nichts davon, dass es in der Welt, besonders in unserem Vaterland so aussieht, nur die Gefangenen wollen nicht mehr arbeiten, Pension ausgelöst. Herr von Huene war mit Minister A. K. haben sie 140 von gefangene & nur 50. Main wurkourmen. Die sieb. Moor ist so trefflich verlaufen. Hoffentlich geht es dir gut. Viel Liebes, alle Briefe wirst du in der Wende hoffentlich empfangen? Herzlichst Seine Mutter.
Holte, 24. November 1918
Holte, 24. 11. 18. Mein lieber Jost! Der Sonntag brachte mir glücklicherweise wieder ein Lebenszeichen von dir, was mich recht freute. Also in Riga seid ihr gelandet, ich glaube, dort ist auch Willy von Halithausen an Bord, wenn ihr euch mal treffen solltet. Nach der heutigen Zeitung ist es auch dort unruhig und die Republik ausgerufen. Was wird das noch alles werden, unser Vaterland wird so klein werden, wie wir in den schwärzesten Ecken nicht geahnt. Jetzt sagen die Franzosen schon, sie müssten alles in ihrem besetzten Gebiet requirieren, was sie für ihre Nahrung brauchten. Da kann man froh sein, dass man nicht am Rhein wohnt. 27. 11. 18. Trotzdem dass in der Zeitung stand, dass Post, ausser Paketen nach Kurland, Livland befördert würde, kamen wieder zwei Briefe für dich, als gesperrt zurück und muss ich nun sammeln. Armes Bester, hörst du nicht? Nach den neuen Verfügungen werden die Reserveoffiziere ja. Hey, euch und wirst du auch gesund heimkehren! Die Franzosen werden den ganzen Weg bis Berlin einziehen. In Saarau haben wir eine Treurausch, allerdings nur in etwa, gelebt und die Leute haben unter dem Kampfe in Haude gelissen und jetzt wird es mitgeteilt. Seit Samstag litten wir noppenstich. in fieberhafter Tätigkeit, Otokar hat sich von Bedeutung & 3 Chauffeuren angesagt seit dem gestrigen Preisetag, natürlich musste alles in Schupung geordnet werden, alles aufs Beste vorbereitet. Die Gesellschaft, bestehend aus Brand, Ther, Ton war denn auch 1/2 3, schon eine Stunde vorher in Bereitschaft, noch einmal alle Befehle. Eine Stunde nach der anderen verging und niemals erschienen, auch keine Nachricht und so saßen wir erst mit Kaffeemajor im Zeit, dann ergriffen wir die Karten, tranken Tee, spielten Klavier, auf jedes Geräusch von draußen hörend, aber alles vergebens, so mussten wir Abendessen & zu Bett gehen, ohne dass wir an dem Tage etwas besonders erlebt hätten. Harald brachte noch Herrn mit, der uns vielleicht das Silv. von Hinzers wiederschafft. Dasselbe soll sehr gut leben, denkt aber nicht daran, seine Schulden zu bezahlen. Schipper von der Treuhandgesellschaft schleift mit, war Otokar im Schloss. Tante Raethe war natürlich ungeduldig, ob man auf heute noch rechnen. Warten wir mal. Dagmar hatte sich wieder eine Erkältung & Magenverstimmung geholt, aber sie raffte sich doch gestern auf, wurde es ihr besser, als geopfert hatte. Der Unterricht wird jetzt mit Holde stattfinden. Ther kam Montag an, zur Fahrt von Remagen bis Bielefeld hatte er 14 Stunden gebraucht. Will sich sich bei den 8 Husaren wieder zur Verfügung stellen. Georg & Neul seltlicher sind auch schon wieder zu Hause. Viel Liebes Deine getreue Mutter. Ob du wohl mit deinen Sachen alle zurückkommst? Kriegsanleihe ist viel.
Holte, 1. Dezember 1918
Holte, 1. Dez. 18. Mein lieber Junge! Wie freue ich mich wieder, als ich drei Briefe von dir in Händen habe, aber du wirst auf Nachricht warten müssen. Ich will gleich mal an der Post anfragen, was geschehen. Beides durchgesperrt. Ob das Geld abgeht, ist aber auch noch eine Frage. Auf jeden Fall hatte ich es Herrn Sußmuth gut getan gesagt. Heut schreiben wir nun den Dezember, der November hat mir viel Schweres gebracht. Ob noch Hungersnot kommen wird, ist wohl wahrscheinlich, denn die Entente wird uns nicht so sehr mit Lebensmittel versorgen. Du sagst gar nichts von deiner Rückkehr, was man doch so gerne wissen möchte. Ich hatte am Freitag das Glück, einen Rittmeister von Pfalz zu sprechen, der gerade von Pifage. Konsument tot, dass es dort so ruhig wäre. Er war nicht so sehr redselig, musste alles aus ihr heraussichern. Briefe 96, 47, 48 habe ich erhalten, will jetzt zunächst darauf eingehen. Sobald die Pakete anlangen, berichte ich dir namentlich d. h. wenn die Sperre aufgehoben ist. Ich lasse sie nur ausgepackt, da ich keine Kartons mehr brauche. Bei Soffel fehlen mir Lindenblüten eine, die sollen schon sein, war ja zuletzt in Pasierten & ist sie dann nachgefolgt von da aus, sind sie in ihre Heimat. Man hatte keinen Ton von ihr gehört. Diese Mitteilung war durch Frau Fischer (Labbmeisters Frau). Enders, wie deutsches Geld, kann ich doch nicht schicken. In Form hatte ich auch genug, im Übrigen wird es auch hier mit den Preisen sinken. Wegen der Versicherung von Jos. Repicks kam Theos sehr großer copper Poser gut an, vielleicht machst du es von dort ebenso. Wie du dort eingekuartiert bist, weiss ich nicht. Über deine Gleichkennung von Tretity habe ich mich gefreut. Sie hat sich sehr rührend darum gekümmert. Land ist auch recht traurig. Hoffentlich kommen die Spartakusgruppe nicht aus Rupper & die nationalsozialistischen bringt bald geordnete Verhältnisse. Das Schlimmste muss man den Soldaten raten, sie Blutvergiessen meiden, immer wieder auf Ordnung dringen. Wer weiss, vielleicht wirtschaften noch spätere Politthens. Die Verwandten von Brand Reiche Roffer eventuell lassen könntest, sind Funtert von Hasselbach, der bei Grünhain ist, Ostpreußen & Max Schilke, Jansson se Kapling ostpr. Du brauchst für mich weiter nichts kühlen, denn man denkt doch, dass die Sachen allmählich wieder hereinkommen. Es sei denn, dass dir etwas in die Finger fällt. Breuters werden in der kommenden Woche wahrscheinlich nach Elberfeld fahren & sein der Sentrant auch bis zum H. passend ist hier bleiben. Gegen den 18. d. M. zieht man mit diesen hinter Schlosses, heute Abend wird das Ehepaar bei uns sein. Frau Strickmann brachte am Freitag ihren Freund mit, ein sehr netter Mensch, der wundertolle Gedichte macht.
Holte, 3. Dezember 1918
Holte, 3. 12. 18. Mein lieber Jost! Unbemerkt läuft die. Ereignisse überschlagen sich. Morgen werden die Franzosen hier in Halver einrücken. Welcher furchtbare Gedanke ist das nicht vielmehr, deren Zustände. Die Zeitung berichtet schon, wie unglaublich sich die Belgier in Antwerpen benehmen, sie verlangen von der Zivilbevölkerung, dass sie ihnen aus dem Weg gehen & gießen, das wird noch schlimme Folgen haben. Die hiesigen gefangenen, die ja nicht mehr arbeiten, haben sich vermindert, der Russe wird jetzt nach Sibirien abtransportiert. Franz der Belgier. Konjunktur ist es nicht. Sich nichts mehr. Brands sind am Packen, sie reisen Donnerstag nach Elberfeld für kranke Mutter. Die Reise wird hoffentlich nicht zu arg verlaufen, Tante Raethe stolpern unglücklich. & Nein, bevor ich sie verließ, dass das doch noch Zeit hatte, bis sie in dem Stadium waren. Sentyckes waren vorübergehend in Berlin, auf der Rückreise hätten sie zu 20 Mann im Abteil gesessen & gestanden & dieses 11 St.. Sie hatte aber guten Humor dabei behalten & den Humor dabei nicht verloren. Wann kommst du eigentlich zurück? Den Sonntag Nachmittag überlegen wir uns mit Mami, wie wir es am besten mit der Einrichtung machen sollen & sind zudem Entschluss gekommen, dass das Mädchen oben. Die Reiche Rowent in das kleine Kabinettchen, ein Anguss dazu. Ich freue mich ordentlich auf die Einrichtung. Des Engländer leitt natürlich ganz so. Als Voluntär das Malingszimmer & das Gleichniszimmer ungesichert bleiben kann unseriös. Bringt sie das Mädchen mit, wird es hoffentlich eine Zeit sein, wo wir uns recht gut verstehen lernen. Ther, der eigentlich heute mit dem Motorrad wollte, aber diese Fahrt bei dem schauerlichen Regen unterließ, ging für die. Schloss salon dus auch nach einem Burge erließ uns. Deutsch muss morgen zu seinem Truppenteil nach Magdeburg fahren. Deine Briefe habe ich bekommen vom 27. 11. (No 51), worin du mir über Großmutter schreibst. Und Onkel Willy ist wohl noch Witten müsste. Jetzt wird getrunken & morgen ist ich es eventuelle Fragen. Von uns allen viel Grüße. Herzlichst dein Mütterlein. Das Geld ist Montag morgen mit abgegangen.
Holte, 5. Dezember 1918
Holte, 5. 12. 18. Mein lieben Besitzungen. bei Riga. Pele will mich noch näher auskustigen & schreibe dir das Weitere. Adjutant ist. Meine lieder Post! Ganze Faustik sitzt auf & stellten wir fest, dass wir den Hey wartend, auf sein Stiftungsfest kamen Bahnhof & will sie mitgemacht haben. Reise Stunde Hartig Prozent ziehen sie ihres Weges weiter, zu senden sie kommen von Neukampf prants gerüstet für ihre mich mit ihren ausos & Rad-Dienste nach Elberfeld, die dass die nächste Station hatten sie sich nicht gut an wenn auf dem Schloss Borutrup, bei der Verpateng jetzt über so auf meine. Wäre ist. Haraw & Ther erscheinen Auffassung abgesehen, gerade auch eben auf der Bildfläche, den letzten Abend mit Brand der ganze Haus ist also aus, hatten wir von der Einquartierung gesprochen, ob wir. 6. 12. 18. Nikolaus ist heute der andere welcher bekamen Tag zu uns kommen andere hatte noch eine Bemerkung Nikolaus, nämlich simpuer gemacht, dass unser. Regierung, in Major Insansin schwedische in seiner Hut, sehr viel mehr wir von Bielefeld zurückkommen. Sahen der Major, ist seit hatten wir die Bescherung. Verheiratet & genau die Dinge fahren jetzt nach Hasen sie Riga keinen sich bildenden eigenen Weg gelernt & auch dort geheiratet. Arbeitszeit, zu bereiten, als er in den Westen versetzt wurde. Seine Schwieger, Herr Fritzung ist gestorben. Briefe &. Fahrt der nächste von Bielefeld muss die. Gestern morgen wollten wir uns noch von der Post unsere. War wieder eines von ist dabei. Schreibe mir doch einmal, was du glaubst, wann du noch Hause zurückkehrst, damit die Ehrentage reden. Dort ist auch alles sehr dünne zurück! Aber der Major war in Sorge wegen seiner Ehefrau, wenn die Bolschewiken dort aus Ruder kamen, so würde Eigentum nicht geschont. Hier erblickt man auch zu rückklicken beim Feindes die innigste Möglichkeit, dass dieses Bolschewismus Einhalt geboten wird. Brauss sind mit einer stündigen Verspätung aus Bielefeld gefahren, wie gerne wären sie wohl noch dabei gewesen. Resultat von der Untersuchung war günstig, weniger beim Arzt selbst. Der Körper wäre sehr zart & müsste ordentlich aufgearbeitet werden. Noch Kriegsgehalt, doch hoffentlich? Sei keidricks war wir mit Tee mit schmackhaften Kuchen. Ob man drohe gar wieder zur Ruhe, Brands verließen doch es bald, damit das der Fall war. Zu Rietberg waren sehr viel Einquartierung. Man aus erzielt sie, dass sie. Felde seilu - Richtung Magdeburg gehen sie, sonst hätten sie 30 Tage in liegen müssen. Deutschen wird das Schloss hergerichtet, in ein Teilen werden sie einziehen. Klavier, Kohlen, Kartoffeln sind schon mies. Jetzt muss hersch anziehen & der Brief schluss fort. Hoffentlich es gut. Viel Liebes von uns allen, aber besonders von seiner Mutter.
Holte, 7. Dezember 1918
Holte, 7. 12. 18. Mein lieber Junge! Heute, die für dich angenehme Mitteilung, dass fast fünf Pakete, ausserdem alles Reicher eingetroffen sind und ausgepackt und in der Schreibtischsekretär verstaut sind, so denke ich auch die noch fehlenden ankommen. Ich will uns zunächst mal an Hand der Briefe erörtern, was zu erörtern ist. Ich sitze mit Dagmar an , sie liest, lässt sich grüßen & wird die übrigen schreiben. Der Kaiser soll mit dem Kronprinzen Auseinandersetzungen haben, dass es nicht früher auf den Thron verzichtet hat. Dann wäre derselbe doch dem Sohne des Kronprinzen gerettet. Der Kaiser sei stark an der Grippe erkrankt, die Kaiserin nach Holland aus. Die 10 Mark sicher schickt. Brauche ich keine Sachen mehr, da mir jetzt schon alles billiger wird. Was für Knöpfe hast du denn an dein Pelzchen gesetzt? Soll dafür 20 Mark zu. Erzberger wollen sie jetzt wieder stecken. Weil sie zu wild seien. Ich hoffe, dass du inzwischen Nachricht von mir bekommen hast, die Ansichten von Riga habe ich mir nochmals angesehen. Es heißt, dass Riga einen sehr deutschen Eindruck macht. Was hat das für ein Verhältnis mit dem schwarzhäupter Hause? Bin sehr vergnügt, dass es heute mal ein Tag der Ruhe ist. Man war heute frech in , dass wieder neue Einquartierung gemeldet wurde, aber es ist ohne. Juse, glücklicherweise, vorüber gegangen. Das Res. Febiart ep. 19 merkte heute jede Lage ab, wir gingen bis zur Bahn, wo sich die verschiedenen Bänzchen trafen, orson der , die Bagage mit unglaublichen Paläschien, wie geschinge. Hinsuung mung der Soldaten erreicht, aber doch sit, man sah viele mit schwarzweißroten Schleifen, da berührte. Fast 3/4 Stunde lang, liefen dug an vorhergehen. Ein solches Bild hatte Holte noch nicht zu Gesicht bekommen, aber bei alledem hatte doch bereuen mögen. Man verspricht sich für das besetzte Gebiet Ruhe & geordnete Verhältnisse. In Berlin tau sie von hier aus treierte. Sofortige gent ein gesunde Sparkassen sollten, dass die Eiserlaubnis scheue. Ther berichtet, dass dies Hüs auf Wege nach Berlin seien, um dort für Ruhe zu sorgen. Hoffentlich wird vielleicht dabei die gemacht. Die heilfroh bin ich, dass Brands nicht in Berlin sind. Ich hatte jetzt wirklich nach den Besuchsmonaten das Verlangen Ruhe im Hause mal haben, es tut mir aber zu leid, weil sie doch keine Leisure hatten. Ein Auto des gestrigen Hamber war defekt oblief beim liegen, und cooler kaufen - es ist im Autostall untergebracht, es ist großes Dusel. Den haben wir zu Abend gegessen, da die Nachsenken evapp waren, will zu Bett wir doch einmal, wann du zurückkommst. Valentin wird morgen zurück erwartet. Mit viel Liebes von deinem Mütterlein.
Holte, 10. Dezember 1918
Holte, 10. 12. 18. Mein lieber Junge! Das wäre ja nicht auszusprechen, wenn du zu Weihnachten schon hier wärest. Mich jedoch nicht zu früh freuen, sorgenfrei war es auch meistens, aber herrlich ist schon die Aussicht, dass du kommst, dass man doch mal einen Termin hat, bis dahin war es so ungewiss & man war ahnungslos, weil es wurde. Die 3 Briefe kamen alle heute früh früh neben 13 Paketen an, sodass die Zahl derselben auf 18 Stück gestiegen ist. Alles recht ins Fach und harret seiner Ankunft. Mein samstäglicher Brief ist auch wieder zurückgekommen, weil Sperre in sich gespannt, ob seine angegebene Adresse, als Privatmann, zuverlässig ist. Dass das alles auch einmal so kommen würde, hätte noch kein Mensch geahnt. Was für ein großer Vorteil wäre es, wenn du auf die Rückreise antrittest, einen Schein auf diesen ausstellen lassen. Würdest du nicht schon jetzt reisen oder willst du deinen Rittmeister nicht im Stich lassen? Gestern, während Harald & Ther in Barkhausen & bei Main waren, habe ich einen Vortrag von dem Sozialdemokraten Severing aus Bielefeld mit angehört, der ein sehr geschickter Redner kochte in sich. Ich hätte am liebsten das Lokal verlassen, da ich glaube, dass niemand das residerio würde, aber Herr Dillar Brill hat großartig geantwortet, hat ihm auf manche Dinge einen guten Hut gegeben, dass man beruhigt. All zu viel aufregender wird es in Holte nicht linder. Valentin ist Samstag gekommen, ich habe ihn aber noch gestern gesehen, heute ist der Haus zu drängen aufräumen im Schloss & herrichten von Möbeln verlaufen, auch sind heute die Gefangenen alle abtransportiert. Sie kamen noch hier vor & wollten sich verabschieden, als ich mich aber doch etwas sahen, zogen sie schon ab, so war es auch lieber. Ja, es ist doch eine scheußliche Gefühl & man fröstelte so als Sieger. Alles in seinem Ursprungszustand wieder hergestellt. Die korrekte Hefte der Neugründung gehört noch haltbar, bekommt der Meistbietende. Frau macht noch alles in Richtung & hilft eins gänzlich diese Weise wird man dem wohl mit der Zeit fertig. Drei & gut shovat haben wir die gehabt. Ob wohl meine Briefe bekommen alt. Der heutigen waren 18 Tage miseristungs. Hoffentlich kommt kein Gepäck über, es wird sicher geschickt. Das Ausprobieren der Briefe, was schneller geht, muss aber bald geschehen, geschehen, denn in 14 Tagen schon Weihnachten. Will ich mich legen, meinen Rücken etwas ausruhen, der heute etwas schmerzt. Viel Liebes & in der Hoffnung, dich bald in die Arme schließen zu können. Dein getreues Mütterlein.
Holte, 12. Dezember 1918
Holte, 12. 12. 18. Mein lieber Junge! Nun stehen nur noch 5 Pakete aus, also freue Dich, dass Du dieser enthoben bist. Als ich gestern Abend mit Ther von Bielefeld zurückkehrte, empfing uns Frau Tretity mit der Nachricht, dass wiederum Einquartierung eingezogen sei, die treue Seele hatte schon alles vorbereitet, was in solches keineswegs so einfach war, da die Fremdenzimmer von unten nach oben verlegt waren & noch manches gemacht werden musste. Ich brauchte mich also nur zurecht zu machen, meine Reichendispositionen zu treffen & saß wieder am Kops des Rechts einen Rittmeister Kirsch, der einmal neben dem Res. Inf. Reg. 91 gelegen hatte & unsere Regimentskameraden kennt. Er ist kolonialmensch, links ein Rentuant fretell, Gerichtsmensch, nettes Aussehen, auf die Dauer revere er einziehen, dann ein Veterinäres eine schriller Census. Ich in Erwartung, dass sie zur Frühstückzeit kommen werden, so rücken sie wieder ab, da Deutscheds morgen einziehen. Heute Nachmittag ist noch Verein, so wird es wieder ein Schaffenstag, was bei diesem Wetter das Beste ist. Enorm viel habe ich gestern eingekauft, eine Kücheneinrichtung, bestehend aus großen & kleinen Schrank, Tisch, Schichten, Porzellansachen usw.. Auf diese Weise bekommt man im Schloss eine Einrichtung und kann sich später dahin zurückziehen. Ob du wohl in 14 Tagen bei uns bist, das wäre fein. Pele bleibt auch noch her, er wird in Paderborn die Autosasche schmeißen. Unterwegs sah ich in Bielefeld auf der Straße von der Horst, ohne dass ich mich sah, er fuhr mit seinen veralteten. Die Herren , Frauenschluss dieken huss hineur. Mütterleins. Geld ging schon vor längerer Zeit ab M. 200.–.
Holte, 14. Dezember 1918
Holte, 14. 12. 18. Mein lieber Junge! Zu der schreibe ich dir die Nachricht, dass der Brief gleich geht. der frühen Morgenstunde nicht gestört zu werden. Es ist unheimlich, besonders gesternen war die dritte Einquartierung fort, man schingte sich in die & Ordnung des Schlosses kam Ther & meldete neue, die sich heute früh blieben. Na, da ging es wieder Hals über Kopf, bis alles im Schloss war. Gestern Nachmittag kamen sie & zogen ins Schloss ein, bis auf die Bische war denn noch alles fertig geworden. Ein Revier mit paar Leute beherbergen wir jetzt, der Oberleutnant ist schrecklich finster, aber sehr nett, der Leutnant Boecker. Sie hatten einen Rechetag war still lesen Wirtshaus & Tanz dazu. Man ob wohl bald einmal ruhiger reden kommen, jetzt ist der Betrieb auch zu voll, gut, dass von Frau Reingermann zur Hilfe habe zunächst man deutsche auch noch hier, für alles am Schloss ist. Da muss sie sich jetzt bei seinem Regiment melden. Ob keine näher nicht, ich hatte jetzt einige Tage keine Post von dir. Mami sang mir gestern nettesinder vor. Das Wetter ist nicht schlimm & die nächste Woche bringt viel Arbeit mit sich. Gesundheitlich geht es uns allen gut. Ich war setter froh, Ther zur Seite, der die Herren unterhielt & beschäftigte Wehrlasten wild mit uns vertragen, hoffentlich du auch. Gerade habe ich die Mädchen geweckt, die auch in diesen Tagen gewaltig verarmunisten. Viel Liebes & hoffentlich behead der Heil & gesund Mütterlein. 21 Pakete sind da!
Holte, 17. Dezember 1918
Holte, 17. 12. 18. Mein lieber Junge! Ob dich diese beiden Millionen auch nicht mehr erreichen, so kommen sie doch auf der anderen Seite, da du noch in Riga festgehalten werden solltest, von Vorteil für dich sein. Hier kommen so langsam die Filigranen wieder an, Freitag, Heinrich Kersting sind zurück & manche hatten telegrafiert. Ob du wohl auch jetzt unterwegs bist? Telegrafieren sie hatte ja nicht die Hoffnung, dass du gesund heimkehrst. Weihnachten steht vor der Tür als Tage der sehnsuchtsvollsten Erinnerung an denen ich am siebten allein zu mir mich. Vor 3 Jahren war ich bei dir, es war doch ein furchtbares Wiedersehen, du und deinen Bart. Ich finde, das Bartlose steht dir entschieden besser. Übrigens sah ich einen Steinbrink in Bielefeld in Uniform. Ich sah mich nicht. Sonntag war es für mich wieder ein Freudentag, es kommen 3 Briefe von dir an. Jetzt ist die gänzliche Ruhe, was die Besucher betrifft, eingekehrt. Papi gestock fuhr Samstagabend nach Paderborn & Ther nach Bielefeld, um am andern Morgen nach Münster zu sein. Es versprach telefonieren. Der Abschied fiel ihm recht schwer, ich hoffe, dass ihr Weihnachten zurückkommt, inzwischen hatten wir eventuelle Einquartierung die Zimmer schon wieder zurechtgemacht & wirkten gestern zu. Dienstag geister in Haus. Ich muss doch sagen, wenn man fortgesetzt Besuch hat, bleibt viel liegen. Das Gefangenenlager ist auch aufgelöst, Frau Dayunson hilft uns & sie hofft wenigstens für die Arbeiter, die im Forst arbeiten sollen, kochen zu können. Ende des Monats muss auch geschlachtet werden, ich möchte, dass du es mit erlebst. Mami mit den Kinderlein sind von mittags an uns, da die Leichenschränke noch voller. Das Ehepaar heißen es Auide nun morgen. Na ich hoffe die 28 brauchst du nicht noch alle zu schreiben. Riga ist aber ein teures Pflaster. Man der Schiene bei Siegelringes wieder machen lesen. Das Telegramm Litzusitz war auch aus unser Ersichtlich, ich dachte, du hättest Aufklärung geben. Valentin hat vom gestrigen Tage an, angefangen, praktisch auf der Hütte zu arbeiten, er will alle Stadien durchlaufen. Was hast du denn für ein Wünsche zu Weihnachten? Das magische wärs fürs Jahr bringen, ich habe wenig Sorgen. Viel Liebes, bis ich dich in diese richtig in die Arme schließen kann. Herzlichst dein Mütterlein. Äugerchen ist ganz vergnügt & macht Weihnachtsarbeit, gestern wurde auf der Hütte bis 8 St. Tag.
Holte, 20. Dezember 1918
Holte, 20. 12. 18. Mein lieber Jost! Ob ich dir noch einmal schreiben werde, weiss ich nicht, das kommt im Stile auf deine Nachrichten an, ob es noch Sinn hat. Ich sitze hier in Holte am Bahnhof, ein ganzer Rauten von Reisenden sitzt voll, die Menschen reden viel, sodass man keinen ruhigen Gedanken fassen kann. Wenn es immer nur so furchtbar kalt wäre, machte das Schreiben noch Spaß. Also gestern erhielt ich Brief 61 & 62. Die Nachricht, dass euer vor Reisen den Weihnachtstagen abtransportiert wurdet, das ist denn betrübend, dass ihr ausgerechnet in dem unterwegs seid, aber nicht zu ändern, die Hauptsache, dass du gesund zurückkehrst. Dir zu guterletzt nicht noch etwas holt? Telegrafiere, wenn du unentschlossen bist. Gestern hat mich Herr Weihe eine Stunde lang unterhalten, er hoffte Ende Januar zurückkehren, wenn er sich nur darin wohl irrt. Er musste wieder nach Königsberg zurück. Als ich nach einem Tage abends in der deutsch-nationalen Volksversammlung bei Brockmann saß & den Reden zuhörte, ruhte ich mich aus. Waren Harald zurückgekehrt. von Bielefeld zurück & hatten Papi den Trick erzählt, der nochmals bis 3 da unland war. Von Ther war ein Telegramm angelangt, dass er wegen Pferdekauf nach Hiltrup bei Münster kommen solle & ist es abends Uhr mit Kurke noch los. Ther ist 300 Pferde unter sich, die fort Hilter sich erkennend billig zu kaufen sind. Nun wird der Parkhof wohl wieder bevölkert werden. Bekommst du zu Weihnachten ein Pferd geschenkt? Was wünschst du dir eigentlich? Frau Tretity gebetet mich zu meinem , hinter ihr erschien Trudi, die die Nacht von Berlin kam & bis zum 28. lautet hat. Sie sieht gut aus & berichtet ruhig über die Berliner Verhältnisse. Muke auch, dass sie 10 Bogen eines Blocks mit sich brauchst. Eure schrörösen bei den Herren um Schloss abends früher trinken? Eben wurde festgestellt, dass du & Terjarst die letzten Holter wären, die noch zurück wären. Gut, dass du dich jetzt allein ruinieren kannst. Jetzt riet am Bahnhof 574 war schon wieder wach. In diesem Sinne meine ich vieles in Liebe & gedenke in den Weihnachtstagen in treue Deine Mütterlein.
Holte, 27. Dezember 1918
Holte, 27. 12. 18. Mein lieber Junge: Kein Brief vom Heiligabend veranlasst mich, nochmals die Feder zu ergreifen, um dir einen Gruss zu senden, bald begreiflich, ob das Jahr da doch noch alles allzu ungün. erscheinen. Es ist mir auch entschieden lieber, dass du dich nicht zu seinen Division gemeldet hast & lieber zu Mütterlein zurückkehrst. Die Situation ist ja noch riesen groß. Ich schriebe nicht in den Gedanken, dass sich Brief doch nicht mehr in Riga erreichten, dass die Zeilen vom 24. 10. schnell entgingen, machte mir natürlich Freude. Ich bin überhaupt sehr dankbar, wie gut du mich über alles unterrichtest. Die Feiertage liegen hinter uns, gestern pflegte der Ruhe, jetzt macht sich doch eine Müdigkeit bemerkbar. Am 1. Jahr sah ich mit Dagmar zu Papi Grat & verabredeten dasselbe mit Drängen. In Barkhausen machten wir kurzen Besuch, waren dann in Menkhausen zu Fisch. Papiutsch hatte uns begleitet. Bis zu unserer Bescherung hatte ich natürlich alle Hände noch voll zu tun bis alle Hände hier waren ein großes Preis, Familie Guettsch, Ther, wir drei Mädchen & Frau Hagemann, dazu die Beamtenkinder. All die Arbeit & das Sorgen fürs Andere ließen mich nicht zur Besinnung kommen. Jeder trug dazu bei, mir Freude zu machen. Die beiden Kinder waren so vernarrt in ihre Socken, dass sie keinen Raum für den hatten. Tee fanden wir musten ein, ich dir, es war bezaubernd, der beschienenen im Esszimmer, der geschmückte Kronleuchter eine magische Beleuchtung, das meiste. Mami hatte sich bemüht alles so nett zu richten & beschenkte uns! Trudi erschien als Weihnachtsmengel, machte ihre Sache aber nicht gut. Sie ist wieder nach Berlin abgereist. Abends war wieder ein Tisch deck dich, wozu Frau Hagemann half mit Geschwistern & dann hatte der in seiner Bar noch köstliche Überraschungen, die man nicht lieblich. waren inzwischen in Bielefeld gewesen war das Haus allein & verlassen. Ther motorte zeitig nach Münster & kommt spätestens Dienstag wieder auch Ruhen ist geladen & Ehepaar Stelltrick geb. Eichlearn. Dagmar erfreut mich zwischenzeitlich mit den Klavierspielen, morgen sind Heidricks eingeladen. Es ist recht traurig, dass kleine Wäsche verloren, übrigens sind seine Nachtsachen verkausten & war alles die Aufregung darin umsonst. Auf ein gut zu gehen, Spaß von Bolschewikenbetrieb wird, werde ich in meinem Interesse viel erraten. Der Post wegen der Reise berucht mal wieder auf Seite minütlich das Weitere. No 69 & 70 deiner Briefe fehlen noch & jetzt muss ich Schluss machen, auf gesundes Wiedersehen hoffend. Viel Liebes von uns allen, wir hoffen, dass du selten bei uns bist, aber das wird hoffentlich bald besser. Herzlichst Dein getreues Mütterlein.
Postkarte vom Juni 1917
Lieber Jost! Lage, Juni 17. Einen herrlichen Gruss von unserer schönen, etwas anstrengenden Tour ins Lipper Ländchen. Es war ein reiches Programm – Abfahrt nach Paderborn, Besichtigung der Stadt, endlich des Elektrischen noch. Besichtigung des Dings. Ohne, dass die Elektrische uns anfugten. Trafen eben von Lage Onkel, aber Bernd denge. Hoffnung, dass in Verlinghausen den Wagen bestellt hat. Res. Inf. Reg. 271. So tippeln wir den Weg weiter bis in den. Herzlichst Deine. Absenderangabe auf dem Stempel/Aufdruck: Unteroffizier / Reserve-Infanterie-Regiment 271, 1. Kompagnie.